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19.05.2012

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Folgende Fragen werden uns häufig in Zusammenhang mit der Weiterbildung zum Schriftdolmetscher gestellt. Vielleicht sind dies auch Ihre Fragen?

Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir sind gerne für Sie da.

Was zeichnet Ihre Weiterbildung aus (im Vergleich mit anderen Schriftdolmetscherausbildungen)?

Unser Ziel

Die Qualität unserer Kurse und die Eingliederung der Absolventen in den ersten Arbeitsmarkt (Anstellung oder Selbständigkeit) ist unser Ziel. Hierfür haben wir ein Konzept aus Schulung, Praktika bei möglichen, späteren Auftraggebern sowie einer Begleitung während und auch nach dem Kurs entwickelt. Durch umfassende Netzwerke zu Institutionen, Firmen, Schriftdolmetschern, Berufsverbänden und Betroffenenvereinen unterstützen wir Teilnehmer bei Ihren Schritten in den Arbeitsmarkt. Wieviele diesen Schritt schaffen, überprüfen wir immer ein halbes Jahr nach Abschluss des Kurses - unabhängig davon, ob die Abschlussprüfung bestanden wurde oder nicht.

Motto: Fördern und Fordern

Das Privileg von kleinen Kursen ermöglicht es uns, die Stärken der einzelnen Teilnehmer zu fördern und gezielt an den Schwachstellen zu arbeiten. Oftmals ist einer besonders fit in der Kommunikation mit Hörgeschädigten, ein anderer hat keinerlei Problem mit der Technik, ein Dritter dolmetscht wie ein junger Gott und der Vierte akquiriert schon während des Kurses die ersten Kunden. Neben Übungsaufgaben für alle, bekommt daher jeder auch individuell an seine Fähigkeiten angepasste Übungen und Aufgaben. Alternativ werden Teams zusammengestellt, die sich gegenseitig unterstützen und voranbringen. Damit das alles klappt, stehen alle an der Kursdurchführung beteiligten Personen in regem Austausch miteinander.

Erfahrungswerte und neue Entwicklungen einbringen

Als Anbieter in Deutschland mit der längsten Erfahrung in der Weiterbildung von Schriftdolmetschern, mit Kontakten zu den Berufsverbänden der Schriftdolmetscher und zu den Betroffeneverbänden geben wir sowohl unsere Erfahrung als auch neue Entwicklungen und Forschungsergebnisse an unsere Teilnehmer weiter.

AZWV-Zertifizierung und QM-System

Als AZWV-zertifizierter Bildungsträger lassen wir regelmäßig die Angemessenheit der Dauer und der Preise unserer Weiterbildung durch einen unabhängigen Anbieter überprüfen. Ein wichtiger Baustein für die Qualität ist auch unser QM-Management: Hierbei sind die wichtigsten Indikatoren für uns die Rückmeldungen der Teilnehmer (diese werden nach jedem Modul abgefragt), die Rückmeldungen der Dozenten als auch die Ergebnisse in den Test und Prüfungen.So werden unsere Prozesse optimiert und sind nicht nur totes Papier.

Ansprechbare Dozenten

Auch an unsere Dozenten stellen wir hohe Ansprüche: Sie müssen fachlich und pädagogisch der Aufgabe gewachsen sein, werden zu Beginn auditiert und stellen sich regelmäßig den Bewertungen der Teilnehmer. Telefonisch oder per Email stehen sie auch in den Selbstlernphasen zur Verfügung. Wenn es nicht gleich ein Dozent sein muss, ermöglichen ein Schriftdolmetscherforum sowie unsere Lernplattform den Austausch untereinander und mit anderen im Bereich aktiven Personen.

...und immer Raum für Kritik

Trotz aller Mühe sind wir aber leider nicht perfekt und auch auf Ihre Rückmeldung angewiesen. Wenn Sie Kritik oder Verbesserungsvorschläge haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Nur so können wir uns weiter verbessern - für Sie!

Wann und wie oft finden die einzelnen Module statt?

Aktuell gibt es ein Basismodul von Donnerstag bis Sonntag, zusätzlich finden die Module des Hauptkurses an 8 Terminen ca. einmal pro Monat statt.

Die Zeiten für die Basiseinheit und die einzelnen Module sind:

Donnerstag: 09:00 bis 17:30
Freitag:        09:00 bis 17:30
Samstag:      09:00 bis 17:30
Sonntag:      09:00 bis 16:30

Falls Sie noch einen Übernachtungsplatz suchen, können wir Ihnen gerne auch Tipps geben. Setzen Sie sich hierzu einfach mit uns in Verbindung.

Wie werden die Praktika organisiert?

Teilzeitmaßnahme

Bei der Teilzeitmaßnahme mit Wochenendmodulen müssen Sie mindestens 50 Stunden Praktikum absolvieren. Dabei sollten Sie mindestens 5 Stunden Hospitationspraktika absolvieren, d.h. Sie sitzen bei dem Einsatz eines Schriftdolmetschers dabei und beobachten den Ablauf oder helfen ggf. bei Kleinigkeiten auf Anweisung. Anschließend finden Praktika ohne Einsicht Dritter statt, d.h. Sie dolmetschen in einer realen Situation, allerdings ohne dass jemand bei Ihnen mitliest. Hierdurch befinden Sie sich sozusagen in einem geschützten Raum und machen sich mit dem Ablauf, der Situation und der Atmosphäre eines Einsatzes vertraut. Haben Sie ausreichend Fertigkeiten als Schriftdolmetscher erworben, erhalten Sie von dem Dozenten für dieses Fach die Rückmeldung, dass Sie mit den Praktika mit Einsicht von Betroffenen beginnen können. 
Je nach Vorerfahrung können auch Praktika bei Hörgeschädigtenberatungsstellen und Praktika bei Schriftdolmetschervermittlungen empfohlen werden, um z.B. Erfahrung in der Kommunikation mit hörgeschädigten Menschen zu sammeln.

Wir werden Ihnen verschiedene Praktika-Plätze anbieten, Sie können sich allerdings auch selbst Praktikaplätze suchen. Im Idealfall befinden Sie sich bei jedem Praktikum in Begleitung eines erfahrenen Schriftdolmetschers. Im Einzelfall wird dies allerdings (aufgrund des Mangels an Schriftdolmetschern) nicht immer möglich sein. Generell steht Ihnen bei den Praktika ein Mitarbeiter unserer Ausbildungsabteilung für Fragen, Feedback und Supervision zur Verfügung.

Die Zeiten für die Praktika variieren entsprechend der Einsatzzeiten, -dauer und -orte. Wir bieten Ihnen verschiedene Praktikamöglichkeiten an. Bis zur Zwischenprüfung sollten Sie idealerweise ca. die Hälfte der Praktika absolviert haben. Es ist auch möglich, dass Sie sich selbst Praktikumsmöglichkeiten in Ihrer Nähe suchen.

Vollzeitmaßnahme (in Vorbereitung)

Bei der Vollzeitmaßnahme (in Vorbereitung) finden die Praktika in zwei Blöcken statt. Der erste Block dauert ein Monat und wird unter anderem in Schriftdolmetschervermittlungsstellen und Hörgeschädigtenberatungsstellen stattfinden. Ein zweiter Block dauert 2 Monate. Während der Praktika werden Sie nicht durchgängig dolmetschen, sondern auch Wissen und Fertigkeiten im Bereich Kommunikation mit Hörgeschädigten und Akquise sowie Vorbereitung von Dolmetschereinsätzen.

Gibt es auch Praktikumsplätze in meiner Nähe?

Generell werden wir Ihnen verschiedene Praktikumsmöglichkeiten vorschlagen. Diese sind nicht unbedingt in Ihrer Nähe, sondern ggf. über ganz Deutschland verstreut. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass Sie sich auch selbst Praktikumsplätze organisieren. Dies empfehlen wir unseren Teilnehmern gerade im späteren Verlauf der Weiterbildung auch, um z. B. Kontakt vor Ort zu anderen Schriftdolmetschern oder möglichen Kundengruppen zu sammeln.

Ich kann so kurzfristig keinen Urlaub für die Basiseinheit nehmen. Gibt es trotzdem für mich eine Möglichkeit mit dem Kurs zu beginnen?

Die Basiseinheit ist eine Voraussetzung für den Beginn des Hauptkurses. In Einzelfällen bieten wir allerdings verkürzte Basiswochen (Samstag und Sonntag) für ein bis zwei Personen an. Diese Wochenenden sind sehr konzentriert und liegen preislich im gleichen Bereich wie die viertägige Veranstaltung.

Sollte diese Möglichkeit für Sie interessant sein, fragen Sie bitte gezielt bei uns danach.

Ich bin Gebärdensprachdolmetscher und möchte zusätzlich eine Weiterbildung zum Schriftdolmetscher machen. Muss ich trotzdem die komplette Weiterbildung besuchen?

Wenn Sie die entsprechenden Leistungen/Seminare nachweisen können, ist eine Verkürzung der Weiterbildung möglich. Die Basiswoche (Modul 1) ist allerdings verpflichtend.

Ich bin bereits Schriftdolmetscher mit einem anderen System und möchte nun das Schriftdolmetschen mit Spracherkennung erlernen. Muss ich die komplette Weiterbildung besuchen?

Wenn Sie die entsprechenden Leistungen/Kursinhalte nachweisen können, verkürzt sich die Weiterbildung für Sie ggf. um ein paar Wochenenden. Die Basiswoche (Modul 1) ist allerdings verbindlich.

Ich habe schon Vorkenntnisse, muss ich den gesamten Kurs besuchen?

Hörgeschädigtenpädagogen, Fremdsprachendolmetscher und -übersetzer, Hörgeschädigtenberater und andere haben häufig schon Vorkenntnisse in unterschiedlichen Bereichn gesammelt.Ob diese anerkannt werden können, prüfen wir im Einzelfall anhand der entsprechenden Nachweise. 

Werden Vorkenntnisse anerkannt, müssen die entsprechenden Module nicht mehr besucht werden. 

Was kann ich später als Schriftdolmetscher verdienen?

Die meisten Schriftdolmetscher sind freiberuflich tätig. Es gibt aber auch fest angestellte Schriftdolmetscher. 

Der normale Stundensatz eines Schriftdolmetschers ist 55 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) und richtet sich nach dem JVEG. Das ist das Gesetz, welches die Entlohnung von Dolmetschern bei Gericht regelt - hierauf berufen sich die meisten Kommunikationshilfenverordnungen, welche die Kostenübernahme für Schriftdolmetscher regeln. 

Manche Bundesländer haben die Entlohnung von Schriftdolmetschern aber selbst noch einmal gesetzlich geregelt. Hier kann die Entlohnung evl. auch nur 40 Euro betragen. Auch berufen sich manche Behörden auf die sogenannte BIH-Empfehlung, welche nur 40 Euro für DSB-zertifizierte (ab April auch für Kombia-zertifizierte) Schriftdolmetscher bzw. 30 Euro für nicht-DSB-zertifizierte Schriftdolmetscher vorsieht. 

(Da die BIH-Empfehlung allerdings einseitig ohne Einbeziehung von Schriftdolmetschern festgelegt wurde, wird diese Empfehlung von den Schriftdolmetschern abgelehnt und die Stundensätze nur aus Kulanz unseren Kunden gegenüber anerkannt.) 

Bezahlt wird sowohl die Einsatzzeit (also: Dolmetschen, technische Feinabstimmung vor Ort, ...), als auch etweilige Wartezeiten / Pausen und die komplette Fahrtzeit. Ab einer Einsatzdauer von einer Stunde haben Schriftdolmetscher ein Recht auf eine Doppelbesetzung - d.h. zwei Schriftdolmetscher wechseln sich ab. Dabei werden beide Schriftdolmetscher voll bezahlt! 

Die Kosten trägt hierbei in der Regel nicht der Kunde selbst, sondern ein Kostenträger, z.B. das Integrationsamt, das Sozialamt oder andere. 

Natürlich muss ein Schriftdolmetscher damit rechnen, dass er nicht die komplette Zeit dolmetschen kann. Zu den Dolmetschzeiten kommen Zeiten für die Vorbereitung und die Zeit für Verwaltungsaufgaben (Rechnungsstellung, Buchführung etc.).  

Bei angestellten Schriftdolmetschern sind diese Variablen in der Gestaltung des Lohns berücksichigt. Ein Schriftdolmetscher in Vollzeit verdient zwischen 1500 und 2000 Euro brutto.

 

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